Stress
- der Säbelzahntiger ist immer noch unter uns.
Kurzform:
Stress kann gelernt, aber auch verlernt werden.
Was Menschen als Stress empfinden, ist ein Missverhältnis zwischen den Fähigkeiten und Bedürfnissen einer Person und wie sie ihre Umgebung wahrnimmt. Dabei wird das persönliche Stressempfinden von genetischen, psychologischen und von Umweltfaktoren bestimmt.
Nicht nur die Art der "Stressoren" (Geldsorgen, der Chef, die Kollegen, die Konjunktur, eine Umstrukturierung etc.), sondern auch die Art und Weise, wie Herausforderungen von einem Menschen empfunden und interpretiert werden (z. B. negative Denkmuster, Ängstlichkeit, Verallgemeinerungen etc.), lösen das Gefühl von Stress aus. Entscheidend für die Reaktion auf den empfundenen Stress ist die subjektive Einschätzung der jeweiligen Belastungssituation – ist sie für mich lösbar oder nicht..
Wird nun eine Situation als bedrohlich eingeschätzt, so werden im Körper u. a. Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Sie können in einer Stresssituation hilfreich sein, um die Situation zu bewältigen. Kann eine bedrohliche Situation aber nicht bewältigt werden oder dauert die Belastung zeitlich an, werden die Stresshormone weiterhin ausgeschüttet und das kann krank machen.
Stress kann gelernt, aber auch verlernt werden.
Was Menschen als Stress empfinden, ist ein Missverhältnis zwischen den Fähigkeiten und Bedürfnissen einer Person und wie sie ihre Umgebung wahrnimmt. Dabei wird das persönliche Stressempfinden von genetischen, psychologischen und von Umweltfaktoren bestimmt.
Nicht nur die Art der "Stressoren" (Geldsorgen, der Chef, die Kollegen, die Konjunktur, eine Umstrukturierung etc.), sondern auch die Art und Weise, wie Herausforderungen von einem Menschen empfunden und interpretiert werden (z. B. negative Denkmuster, Ängstlichkeit, Verallgemeinerungen etc.), lösen das Gefühl von Stress aus. Entscheidend für die Reaktion auf den empfundenen Stress ist die subjektive Einschätzung der jeweiligen Belastungssituation – ist sie für mich lösbar oder nicht..
Wird nun eine Situation als bedrohlich eingeschätzt, so werden im Körper u. a. Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Sie können in einer Stresssituation hilfreich sein, um die Situation zu bewältigen. Kann eine bedrohliche Situation aber nicht bewältigt werden oder dauert die Belastung zeitlich an, werden die Stresshormone weiterhin ausgeschüttet und das kann krank machen.
Was geschieht genau, wenn ein Mensch außergewöhnliche Belastungen oder – kurz gesagt – Stress erlebt? Stress ist eine Art biologisches Überlebensprogramm und somit nicht unbedingt schädlich. Es hat den Organismus im Verlauf Evolution auf den Überlebenskampf hin optimiert. Wenn Ihr Gehirn eine Situation als gefährlich einstuft, wird eine große Vielfalt von biologischen Prozessen ausgelöst, die nur eines zum Ziel hat: angemessen mit der vorgefundenen, gefährlichen Situation umzugehen. Eine kurze und intensive Stressreaktion erleichtert den Umgang mit ungewöhnlichen Situationen und führt sogar zu überlebenswichtigen Lernprozessen (Hirnforscher Gerald Hüther). Nur lang andauernder Stress führt mit der Zeit zu negativen Konsequenzen.
Stress kann grundsätzlich als Missverhältnis zwischen den Fähigkeiten und Bedürfnissen einer Person (z.B. wertgeschätzt zu werden; gebraucht zu werden) und wie sie ihre Umgebung/Umfeld wahr nimmt. Nicht nur die Art der Stressoren, sondern auch die Art und Weise, wie Umweltanforderungen vom Subjekt interpretiert werden (z.B.: „Mein blöder Vorgesetzter….!“; „Überall wird entlassen…!“, „Ich alleine kann ja eh nichts bewirken!“ u.v.m.), wirken sich entscheidend auf das Erleben von Stress aus. Neben objektiven Stressoren wie Kälte, Verletzungen, Drogen, kennt man auch subjektive Stressoren. Dies sind z. B. negative Denkmuster, Verallgemeinerungen, Ängste oder Konflikte aller Art.
SelbsthilfeTipp:
Achten Sie in einem ersten Schritt immer auf Ihre Worte. Vermeiden
Sie Generalisierungen (Verallgemeinerungen) wie „Immer bin ich…“/
„Immer trifft es nur mich!“/ “Alle Führungskräfte/Alle Mitarbeiter…“
Vermeiden Sie hierum Worte wie z.B.: alle, jedes, immer, niemals,
keins/ nichts, etwas, jemand, Leute, die Anderen, man.
keins/ nichts, etwas, jemand, Leute, die Anderen, man.
Hierdurch werden unsere Aussagen ungenau und verschwommen. Wir
wirken unsicher und unverbindlich. Wir lenken von uns ab. Wir
übernehmen keine Verantwortung.
Zieführender: "Aus meiner Sicht ist ..."; "Ich empfinde, dass ..."
wirken unsicher und unverbindlich. Wir lenken von uns ab. Wir
übernehmen keine Verantwortung.
Zieführender: "Aus meiner Sicht ist ..."; "Ich empfinde, dass ..."
Die Stressreaktion wird also entscheidend durch die subjektive Einschätzung über die Kontrollierbarkeit der jeweiligen
Belastungs-situation bestimmt. Kontrollierbare neue Situationen fallen für das Gehirn unter die Rubrik „anregungs- reiche Umwelt“. Wenn das Gehirn eine Situation jedoch als bedrohlich einschätzt, werden im Körper u. a. Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Dies kann in einer Stresssituation hilfreich sein, um die Situation zu bewältigen. Jeder kennt Menschen, die erst kurz vor einem Termin anfangen, sich vorzubereiten und dann zur Höchstform auflaufen und sehr erfolgreich sein können. Wenn eine bedrohliche Situation aber nicht bewältigt werden kann oder wenn die Belastung zeitlich andauert (z.B. ständige Ankündigungen von Umstrukturierungen per „Flurfunk“), werden die Stresshormone weiterhin ausgeschüttet. Dies kann dann zu einem chronisch erhöhten Cortisolspiegel führen, was wiederum negative Auswirkungen auf alle Organe des Körpers begünstigt. Geschädigt werden kann der Körperstoffwechsel, das Immunsystem und sogar das Gehirn selbst. Besonders der psychosoziale Stress (z.B.: Scheidung, Tod eines geliebten Menschen, Mobbing) ist ein hochwirksamer Aktivator.
Belastungs-situation bestimmt. Kontrollierbare neue Situationen fallen für das Gehirn unter die Rubrik „anregungs- reiche Umwelt“. Wenn das Gehirn eine Situation jedoch als bedrohlich einschätzt, werden im Körper u. a. Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Dies kann in einer Stresssituation hilfreich sein, um die Situation zu bewältigen. Jeder kennt Menschen, die erst kurz vor einem Termin anfangen, sich vorzubereiten und dann zur Höchstform auflaufen und sehr erfolgreich sein können. Wenn eine bedrohliche Situation aber nicht bewältigt werden kann oder wenn die Belastung zeitlich andauert (z.B. ständige Ankündigungen von Umstrukturierungen per „Flurfunk“), werden die Stresshormone weiterhin ausgeschüttet. Dies kann dann zu einem chronisch erhöhten Cortisolspiegel führen, was wiederum negative Auswirkungen auf alle Organe des Körpers begünstigt. Geschädigt werden kann der Körperstoffwechsel, das Immunsystem und sogar das Gehirn selbst. Besonders der psychosoziale Stress (z.B.: Scheidung, Tod eines geliebten Menschen, Mobbing) ist ein hochwirksamer Aktivator.Im Zentrum des Stressgeschehens steht die sogenannte „autoregulatorische Stressantwort“.
Da Stress fast immer mit Verunsicherung oder gar Angst einhergeht, fallen die Gehirnregionen aus, die für bewusstes Handeln zuständig sind (= Großhirnrinde). Ein sorgfältiges Denken und Handeln wird quasi blockiert. Wir haben einen Blackout, ringen nach Worten. Unser Gehirn greift dann auf die sogenannten "Kindheitshandlungsmuster" zurück, man fängt an laut zu werden, schlägt Türen zu. Wenn die Angst gar so groß ist, dass dies auch nicht mehr geht, funktioniert unser Stammhirn, umgangssprachlich Reptilienhirn genannt, immer. Hier wird dann eine Kampf- oder Flucht-Reaktion ausgelöst, welche uns einst das Überleben sicherte. Heutzutage läuft sie jedoch noch genau so ab wie bei den Neandertalern, das menschliche Gehirn hat sich seit 100.000 Jahren nicht mehr verändert. Unser Gehirn reagiert auch heute noch so, als ob der Säbelzahntiger dem Besitzer des Gehirns im Nacken sitzt, obwohl wir es meist nur noch mit Papiertigern zu tun haben.
Da Stress fast immer mit Verunsicherung oder gar Angst einhergeht, fallen die Gehirnregionen aus, die für bewusstes Handeln zuständig sind (= Großhirnrinde). Ein sorgfältiges Denken und Handeln wird quasi blockiert. Wir haben einen Blackout, ringen nach Worten. Unser Gehirn greift dann auf die sogenannten "Kindheitshandlungsmuster" zurück, man fängt an laut zu werden, schlägt Türen zu. Wenn die Angst gar so groß ist, dass dies auch nicht mehr geht, funktioniert unser Stammhirn, umgangssprachlich Reptilienhirn genannt, immer. Hier wird dann eine Kampf- oder Flucht-Reaktion ausgelöst, welche uns einst das Überleben sicherte. Heutzutage läuft sie jedoch noch genau so ab wie bei den Neandertalern, das menschliche Gehirn hat sich seit 100.000 Jahren nicht mehr verändert. Unser Gehirn reagiert auch heute noch so, als ob der Säbelzahntiger dem Besitzer des Gehirns im Nacken sitzt, obwohl wir es meist nur noch mit Papiertigern zu tun haben.
Sobald von den Sinnesorganen und den übergeordneten Hirnstrukturen Gefahr gemeldet wird, egal ob es sich dabei um eine reale Gefahr oder eben nur eine gefühlte Gefahr handelt, bzw. auch wenn der Mensch sich die Gefahr nur ausmalt, schüttet das Gehirn Adrenalin und Noradrenalin aus. Menschen, die schon einmal einen Alptraum hatten und schweißgebadet aufwachen, sollten das kennen. Dies alles führt zum Anstieg der Herzfrequenz, zur Kontraktion von Blutgefäßen und zur Bereitstellung von Zucker, welcher dringend für die anstehende Leistung benötigt wird. Herz, Gehirn und Muskeln werden besser durchblutet, zudem wird das Immunsystem stimuliert, weil ja möglicherweise die Gefahr einer Verletzung besteht. Der Kampf kann beginnen. Kommt es zu einem raschen Sieg, einer raschen Lösungsfindung, findet die Stressreaktion ein Ende und der Körper beruhigt sich. Dauert der Kampf/der Konflikt/die Bedrohung an, schaltet sich ein weiteres System zu. Jetzt wird insbesondere das Cortisol ausgeschüttet. Dieses Hormon bewirkt, dass im Körper Eiweiß ab- und Glukose aufgebaut wird. Zudem werden das Immunsystem und alle den Körper regenerierenden Funktionen gebremst. Dauert der Kampf nur kurz an, schaltet das Cortisol, wenn es im Hirn ankommt, via Rückkoppelungsmechanismus den Mechanismus wieder ab. Dies führt dazu, dass die Cortisolproduktion gedrosselt wird. Leber und Nieren bauen die überschüssigen Stresshormone ab, das System wird auf Normalfunktion heruntergefahren. Wir können entspannen – bis zum nächsten „Kampf“.
Übertragen auf die Situation beispielsweise einer Lehrkraft im ganz normalen Unterricht stellt sich das Stressgeschehen sehr eindrücklich dar, wenn man es unter der Perspektive der stressbedingten Vorgänge betrachtet. In jeder Unterrichtsstunde müssen Lehrpersonen bis zu 200 Entscheidungen treffen und im Durchschnitt 15 erzieherische Konfliktsituationen bestehen. Da bleibt wenig Zeit für Entspannung. Diese wiederholte Häufung von Stresssituationen provoziert, dass der Cortisolspiegel bei den Betroffenen konstant hoch bleibt. Dies kann bedeutsame negative Auswirkungen haben und langfristig zu ernsthaften Erkrankungen führen.
Ihr
Hartmut Neusitzer
Quellen:
Ø Gesund bleiben in der Schule Dr. Maja Storch, Yvonne Küttel, Ann-Christin Stüssi
Ø www.zrm.ch
Ø Ressourcen aktivieren mit dem Unbewussten; Frank Krause / Maja Storch
Ø Gesund bleiben in der Schule Dr. Maja Storch, Yvonne Küttel, Ann-Christin Stüssi
Ø www.zrm.ch
Ø Ressourcen aktivieren mit dem Unbewussten; Frank Krause / Maja Storch