gesund bleiben 
- gesund werden
- Selbstmanagement mit dem Zürcher Ressourcen Modell ZRM
Zuerst die „schlechte Nachricht“:
Wir befinden uns an einem dramatischen Wendepunkt der Menschheitsgeschichte. Die ständig steigende Kommunikationsdichte mit der einhergehenden DauerErreichbarkeit, Globalisierung, Digitalisierung, Wertewandel und Pluralismus lassen kaum noch zu, dass sich das Gehirn in einem positiven Betriebsklima gesund für seinen Besitzer entwickeln kann. (O-Ton Hirnforscher Prof. Gerald Hüther)
Mit Betriebsklima ist vor allem, dass in der Familie gemeint - jedoch auch das in Unternehmen. Wenn man bedenkt, dass sich das menschliche Gehirn seit 100.000 Jahren nicht mehr verändert hat, kann man nachvollziehen, dass die oben aufgezählten Aspekte dem Gehirn so vorkommen, als wenn der Säbelzahntiger dem Besitzer des Gehirns ständig im Nacken sitzt.
Unbenommen gibt es Menschen, die in der Lage sind, die normalen Tiefs des Lebens oder gar schwere Schicksalsschläge gesünder zu verarbeiten als andere. In den letzten Jahren hat sich die Wissenschaft diesem Thema zugewandt - also was hält Menschen gesund, was sorgt für Lebensstabilität/ Lebenszufriedenheit ( = Salutogenese ).
Jetzt die guten Nachrichten:
A) Das Gehirn ist ein Problemlösungsorgan und zeitlebens passt es sich an die sich verändernden Herausforderungen an (neuronale Plastizität) – wenn es denn richtig genutzt wird.
B) In den frühen 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bahnte sich in den Neurowissenschaften eine Revolution an, deren Auswirkungen bis zum heutigen Tag höchst bedeutsam sind. Die Computer-Tomographie war für den breiten Einsatz an Universitäten und Kliniken verfügbar geworden. Das CT, wie dieses Verfahren abgekürzt auch genannt wird, ist die älteste Bildgebungstechnik, die es erlaubt Gehirnaktivität an lebenden Menschen direkt zu messen. Seither hat sich die Methodik auf diesem Gebiet rasant weiterentwickelt, und die Verfahren, die bunte Bilder vom Gehirn erzeugen, werden immer präziser und aussagekräftiger.
Besonders Dank dieser Technik, ist inzwischen sicher, dass menschliches Handeln nicht nur über bewusste Vorgänge gesteuert wird, sondern dass vieles von dem, was Menschen hoffen, fühlen und wollen lässt, außerhalb der Reichweite des bewussten Verstandes entschieden wird (Hirnforscher Gerhard Roth).
Mit dem mit dem Zürcher Ressourcen Modell ZRM lernen Sie eine Trainingsmethode kennen, bei der Sie ihre Gesundheit aufbauen, fördern und erhalten können. Das Zürcher Ressourcen Modell ZRM ist ein Selbstmanagement-Training, das an der Universität Zürich von Frau Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause entwickelt wurde. Es beruht auf einem Ansatz, der Menschen dabei unterstützt, sich selbst zu helfen. Das ZRM-Training hat als theoretischen Hintergrund das Zürcher Ressourcen Modell, ein mit wissenschaftlicher Theoriebildung fundiertes Modell menschlicher Motivations- und Handlungssteuerung.
Als methodenübergreifender, störungsunspezifischer und primärpräventiver Ansatz wird das ZRM im Wirtschafts- und Gesundheitsbereich sowie im Spitzensport sehr erfolgreich eingesetzt. Das Aktivieren persönlicher Ressourcen ist Gegenstand dieses Trainings-Tools.
Eine Wirksamkeitsstudie zum Thema „Stressmanagement“ mit gesunden männlichen Studierenden der ETH Zürich ist abgeschlossen. Hier wurde gezeigt, dass das ZRM-Training in der Lage ist, den Cortisolspiegel der Trainingsteilnehmenden im Vergleich zu einer nichttrainierten Kontrollgruppe in einer standardisierten Stresssituation (Trierer Stress Test) signifikant zu senken.
C) Gerade in unserer westlichen Kultur wurden Emotionen ja immer als ein ungünstiges Nebenprodukt des menschlichen Daseins betrachtet. Descartes hat ja noch gesagt, Emotionen hätten eigentlich in unserem menschlichen Konstrukt nicht viel zu suchen und der Mensch würde sich weiter entwickeln, indem er seine Ratio weiter entwickeln würde. Wir wissen heute, dass diese Ansicht falsch ist.
Emotionen und Denken gehören eng zusammen. Ohne Emotionen würde gar nichts funktionieren. Wir denken, wir sind intellektuell, und wenn wir eine gute Leistung erbringen, was kriegen wir dann, ein schönes Gefühl. Ohne Gefühl funktioniert das nicht. Unsere Gefühle treiben uns an, etwas zu tun, unsere Gefühle treiben uns an, in die Schule zu gehen, zu studieren, unsere Gefühle treiben uns an, tolle Gedanken uns zu machen, zu planen und so weiter. Eine Urlaubsplanung ist ein wunderschönes Bespiel. Warum plant man einen Urlaub? Das machen die Gefühle, weil man antizipiert, also vorweg geht, was passieren kann, wenn wir im Urlaub sind. Das machen wir möglicherweise ein Jahr im Voraus. Und das wird angetrieben durch Gefühle. Die Gefühle sind die Steuermänner des menschlichen Daseins. (O-Ton: Neurowissenschaftler Prof. Dr. Lutz Jäncke)
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich Gedanken über somatische Marker zu machen. Der Gehirnforscher Antonio Damasio hat herausgefunden, dass im menschlichen Gehirn sogenannte somatische Marker abgelegt sind. Das sind Bewertungsmarkierungen, wo jedes wichtige Erlebnis, was ein Mensch gehabt hat, gespeichert ist und mit einer Markierung versehen ist: gut gewesen è wieder machen – schlecht gewesen è bleiben lassen.
Diese GefühlsMarkierungen werden vermutlich schon ab der 5. EmbryonalWoche angelegt u. sind ein ganz wichtiges Orientierungssystem was uns den ganzen Tag hindurch ununterbrochen entscheiden hilft. Und in besonders wichtigen Fällen können Menschen diese somatischen Marker auch deutlich wahrnehmen. (O-Ton: Maja Storch)
Wie das geht, also wie Sie Zugang zu Ihrem Unbewussten bekommen und wie man die somatischen Marker für sich sehr hilfreich und lustvoll nutzen kann, lernen Menschen im Zürcher Ressourcen Modell-Workshop bzw. im -Seminar
Hartmut Neusitzer
Quellen:
Ø Gesund bleiben in der Schule Dr. Maja Storch, Yvonne Küttel, Ann-Christin Stüssi
Ø www.zrm.ch
Ø Ressourcen aktivieren mit dem Unbewussten; Frank Krause / Maja Storch